See Bauer

Mai 20, 2015 · Fotograf
Biografie

Das mit der Fotografie und mir, das ist eine längere Liebesgeschichte. Eine mit Umwegen, mit Zeiten, in denen man sich weniger und mehr gesehen hat, mit Blut, Schweiß, Leidenschaft.

Bewusst begegnet sind wir uns 1997, auch wenn wir uns davor wohl schon einige Male über den Weg gelaufen sind. Aus dem Reiz des Unbekannten entstand eine anfänglich schüchterne Liebe, die ernste Züge annahm, als ich sechs Jahre später meine erste eigene analoge Spiegelreflexkamera geschenkt bekam. Doch wie das so häufig bei der ersten großen Liebe ist, will dieses „Ernst werden“ so gar nicht ins aktuelle Leben passen und zack, sitzt der erste Sargnagel und eh man sich versieht flirtet man zwei Straßen weiter an der Bordsteinkante mit einer anderen.

Diese andere hieß Musik. Sie hat mich auf viele Bühnen gebracht, mich so manche Nacht und Unmengen an Geld gekostet, mir viele tolle Menschen vorgestellt. Aber irgendwann hat das mit uns einfach nicht mehr so gepasst; wir küssten uns ein letztes langes Mal und entschieden fortan Freunde zu bleiben. Als ich 2009 die Gitarren in ihre Koffer gepackt hatte passierte es dann:

Fotografie schoss wieder in mein Leben, wie der aus dem Hyperraum springende Millennium Falke. Zufällig sind wir uns über den Weg gelaufen, haben uns für 1,2 Sekunden in die Augen geschaut und ein Feuer entfacht, das so hell und lange scheint, dass der weltweite Energiebedarf für Generationen über Photovoltaik gesichert ist.

Und das ist erst der Anfang.